Die in das Kanalnetz gelangten Schmutzstoffe werden nur bei gutem Gefälle und starkem Wasserstrom bis zum Vorfluter, Pumpwerk oder Klärwerk abgeschwemmt. In allen anderen Fällen, insbesondere bei schlechten Neigungsverhältnissen, setzt sich ein Teil der Feststoffe im Kanal ab. Diese Ablagerungen bauen sich mehr und mehr auf, verengen den Abflussquerschnitt, vermindern damit die Abflusskapazität des Kanals und können schliesslich zu Verstopfungen führen. Ein mangelhafter Unterhalt führt infolge fehlender Durchlüftung aber auch zu Betonkorrosion, hervorgerufen durch agressive, toxische Dämpfe oder Gase. Das öffentliche und private Entwässerungsnetz muss daher entsprechend regelmässig gereinigt werden.

Der richtigen Wahl des Reinigungsverfahrens kommt dadurch eine grosse Bedeutung zu. In der letzten Zeit hat sich das Verfahren mit Hochdruckstrahlwasser praktisch überall durchgesetzt. Dabei wird mit einem entsprechend grossen Düsenkopf der Spülschlauch vom Einstiegschacht aus gegen den Strom in die zu reinigende Kanalleitung eingeführt.


So funktioniert die Reinigung einer verunreinigten Kanalisationsleitung. Der Schmutz wird mittels einer Spüldüse am Spülschlauch und einer Saugleitung zurück gespült und direkt aufgesogen. Somit wird durch diesen Vorgang sämtlicher Schutz von der Leitung befreit.

Schmutz:

- Fett
- Kalk
- Sandfangrückstände
- Kies
- Zement
- Fäkalien


Für die Kanalreinigung sind wir mit 3 Spezialfahrzeugen im Einsatz. Der Aufgabenbereich dieser Spezialfahrzeuge umfasst:

- Baureinigungen
- Strassen- und Arealreinigungen (Strassen sowie auch Firmen- und Werkhofareale waschen mittels Schwemmbalken)
- Entleerungen von Schlammsammler (Fettabscheider, Ölabscheider, Benzinabscheider, Strassenschächte, Vorplatzschächte,
   Pumpenschächte, Zementschlammfang-Becken, etc.)
- Schlammentsorgungen
- Spülen von Wasser- und Abwasserleitungen (Fäkalleitungen, Meteorwasserleitungen, Sickerleitungen,
   Dachwasserleitungen, Waschküchenleitungen, Drainagen)
- Kanalfernsehkontrollen
- Trockensaugen (Sand, Kies, Sägemehl)
- Schneiden und Fräsen in sämtlichen Leitungen (z.B. Wurzeln, Kalkablagerungen und Zementrückstände)

Spülen und Saugen in einem Arbeitsgang. Wasser-Recycling der Umwelt zuliebe.



Anlage zur Sammlung und Abführung von Abwasser, Regen- und Schmelzwasser durch unterirdische Kanäle. Abwasser und Niederschlagswasser werden entweder vermischt durch ein einheitliches Kanalsystem abgeführt (Mischkanalisation) oder getrennt (Trennkanalisation) in eine Kläranlage beziehungsweise ein natürliches Gewässer geleitet.

Für das Niederschlagswasser beginnt das Kanalnetz in Regenrohren und Straßenabläufen mit Sinkkästen. Die Ableitung des Schmutzwassers beginnt in den Einrichtungen der Hausentwässerung (Ausguss, Toiletten) und führt über senkrechte Fallrohre zur Grundleitung unter dem Keller, die in der Regel durch eine Anschlussleitung mit dem öffentlichen Kanalnetz verbunden ist.

Die kleinen Anschlusskanäle fließen in größeren Straßenkanälen zusammen; mehrere Neben- und Hauptsammler münden in einen Hauptkanal (Endsammler), der das Wasser der Kläranlage zuführt (Abwasserreinigung). Der Übertritt von übel riechenden und gesundheitsgefährdenden Gasen aus der Kanalisation in die Wohnungen wird durch Geruchverschlüsse verhindert.

Die größeren Kanäle sind durch Einstiegsschächte zugänglich, die in Abständen von 50 bis 80 m angeordnet sind. Unter tief gelegenen Wasserläufen, Untergrundbahnen, Tälern werden die Kanäle durch Düker geführt. Bei der Kanalreinigung werden Schlammablagerungen durch Stauung des Kanalwassers und anschließende Spülung beseitigt.

Zum Absaugen von Schlamm aus Kanälen, Straßensinkkästen und Dükern benutzt man Schlammsaugwagen.